Streuobstwiese

Zunächst lag das Gelände neben dem Schau- und Lehrgarten brach. Dann wurde ein Baseballkorb aufgestellt und die Schnippel-Girls schafften ein Fußballtor an. Wir dachten ein Bolzplatz fernab vom Vereinsheim würde Glasbruch und Ärger verhindern, doch leider wurde der Platz aus verschiedenen Gründen nicht angenommen.

 

Auf der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2018 stellte ein engagierter Kolonist dann die Idee einer Streuobstwiese zur Diskussion. Die Idee kam sofort gut an und die Schnippel-Girls sagten zu, die Bäume zu sponsern.

 

Eine Streuobstwiese ist eine traditionelle Form des Obstanbaus. Auf Streuobstwiesen stehen normalerweise hochstämmige Obstbäume meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten. Im kommerziellen Obstanbau kennzeichnet sich durch die Mehrfachnutzung: Die Bäume dienen der Obsterzeugung („Obernutzung“); da die Bäume locker stehen, dienen die Flächen zugleich als Grünland („Unternutzung“), entweder als Mähwiese zur Heugewinnung oder direkt als Viehweide.

 

Da wir hier nicht so viel Platz für große Bäume mit großen Kronen haben, haben wir uns für sogenannte Halbstämme entschieden. Diese werden zwischen 4 und 6 Metern hoch und bilden dementsprechend eine kleinere Baumkrone aus.

 

Die von Gräsern dominierte "Krautschicht" einer Streuobstwiese weist oft auch eine große Anzahl blühender Wiesenkräuter auf, die je nach Standortbedingungen verschieden zusammengesetzt sind. 

 

Bei einem Saatgutanbieter in Bayern haben wir eine Gräsermischung mit Blühpflanzen gekauft, die -laut Aussage der Experten- typisch für unsere Region sind. Als Gräser sind unter anderem gewöhnliches Ruchgras, Wimper-Perlgras und Zittergras enthalten. Als Blühanteil sind unter anderem Schafgarbe, Wiesen-Bocksbart, kleiner Klappertopf, gewöhnlicher Dost (Oregano) die großblütige Braunelle und viele mehr.

 

Als die Bäume gepflanzt waren entschieden wir uns dazu einen "kleinen Zaun" zu setzen. Zum einen als optische Abgrenzung zum anderen auch als Erinnerung, dass die Wiese weder betreten noch durch unsere fleißigen Platzwarte abgemäht werden soll.

 

Die Streuobstwiese ist ein wichtiger Lebensraum für Vögel, kleine Reptilien, Spinnen und Insekten
wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.

            Quelle: Gartenfreund - Ausgabe 11/2018 -W. Wächter Verlag
So ähnlich soll es mal aussehen
Pflaume
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Gravensteiner
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Apfel Prinz Albrecht von Preußen
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2019 soll noch ein Quittenbaum dazukommen
Birne
Gute Luise