Getreidelehrgarten

Auf der Parzelle 9 der Kolonie Freiheit ist 2012 ein Getreidelehrgarten entstanden.

Auf einzelnen Beeten werden verschiedene Getreidearten angebaut. Auf entsprechenden Tafeln werden kindgerechte Informationen über das Aussehen, die Herkunft und die Verwendung der verschiedener Getreidearten gegeben.

Außerdem gibt es hier einen überdachten Rastplatz für unsere großen und kleinen Besucher.

Als die Schnippel-Girls 2011 in die Überlegungen zu diesem Teil des Naturlehrpfads einstiegen, war uns nicht klar wieviel Arbeit uns dieser Garten aufbürden würde.

"Getreidefelder werden von den Bauern auch nicht sonderlich gepflegt -also aussähen, ab und zu nach dem Rechten sehen und im Herbst ernten. Zwischen den Beeten sähen wir Rasen - pflegeleicht!"

Doch weit gefehlt!!!

2015 waren wir soweit, den Garten wieder abzugeben und den Getreidegarten als missglücktes Experiment abzuhaken.

Da der Garten fast 10 Jahre lang nicht bewirtschaftet worden war konnten sich jegliche Wildkräuter ungehindert und tiefgreifend vermehren. Und eben diese Wildkräuter wuchsen uns bald über den Kopf. Auch der Wildwuchs vom benachbarten Heidekampgraben machte vor dem Zaun leider nicht halt. Insbesondere Brennnesseln und wilder Hopfen erstickten die hinteren Beete fast, sodass dort kein Getreide gedeihen wollte. Da viele Schnippel-Girls noch "nebenbei" Vollzeit arbeiten oder ein Alter erreicht haben, in dem der eigenen Garten schon zur Herausforderung wird und auch der übrige Naturlehrpfad unsere Aufmerksamkeit brauchte, blieb der Getreidegarten das "vernachlässigte Stiefkind".

 

2016 traten dann Monika und Jürgen, zwei Kleingärtner mit Herz und Seele, auf die Bühne des Naturlehrpfads. Trotzdem sie beide ihre eigenen Gärten in unserer Kolonie haben, übernahmen sie die komplette Pflege des Getreidegartens.

Innerhalb eines Jahres machten die Beiden aus einem hässlichen Entlein einen stolzen Schwan.
Heute ist der Garten ein wahres Kleinod der Kolonie.

Neben dem Getreide bauen die beiden auch verschiedenes Gemüse an und auf dem neuen Hochbeet gedeihen Kürbisse, Zucchini und Tomaten.  Und das Blumenmeer, das in diesen Garten blüht, muss man gesehen haben!!!

Kommen Sie vorbei und gönnen Sie sich eine Auszeit vom Alltag am Rastplatz im Getreidegarten!

Der Garten ist - wie der ganze Naturlehrpfad - von Mai bis Oktober von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang geöffnet.

2018 nahmen die Schnippel-Girls an einem Forschungsprojekt zum Thema "Sojaanbau" teil

 

ZIELE UND HINTERGRÜNDE

Bio-Soja aus Deutschland, das bedeutet:

  • eine nachhaltige Versorgung mit pflanzlichem Eiweiß, kurze Transportwege,
  • Unterstützung der heimischen Landwirtschaft
  • sowie eine nachvollziehbare und gesicherte Herkunft.

Daher erproben wir den heimischen Anbau dieser vielseitigen Hülsenfrucht.

SOJA, ABER BITTE GENTECHNIKFREI! 

Während in den traditionellen Sojaanbau-Ländern Asien, USA und Südamerika der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut dominiert, ist das in Europa verboten. Mit klimatisch angepassten sowie ertragreichen Soja-Sorten für den biologischen Landbau in Deutschland wird nicht nur die Sortenvielfalt gefördert, sondern  auch etwas für die Umwelt getan.  Die entstehenden Sorten sind frei von Patenten, können von Züchtern also weiterentwickelt werden.

BÖDEN BEREICHERN

Soja ist eine sinnvolle Pflanze für einen nachhaltig bewirtschafteten Acker, denn wie andere Leguminosen (z. B. Klee, Erbsen u.a.) bindet sie Stickstoff im Boden. Wenn sie in der Fruchtfolge eingesetzt wird, bereitet die Sojapflanze den Boden optimal für nährstoffhungrige Pflanzen auf!

 

SOJA ALS NAHRHAFTE KOST VERBREITEN

Produkte aus pflanzlichem Eiweiß gewinnen immer mehr an Bedeutung und gehören heute zu einer modernen und vollwertigen  Ernährungsweise schlichtweg dazu. Soja, aus dem Tofu-Produkte herstellt werden, enthält essentielle Aminosäuren und eine für den Menschen günstige Fettsäurezusammensetzung mit einem hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Die Initiative

"1000 Gärten - Das Soja-Experiment" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Taifun-Tofu GmbH und der Uni Hohenheim, insb. der Landessaatzuchtanstalt.

Das Projekt wird unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung von vielen Privatgärtnern in ganz Deutschland und den

  aus Berlin